Der BÜRGERVEREIN JORK hat in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport am 28. 6. 2011 keine Mehrheit für den vom BVJ eingereichten Antrag erzielen können, die dem TuS Jork Planungssicherheit für den Bau einer Gymnastikhalle hinter der Sporthalle der Jorker Oberschule hätte geben können.
Stattdessen wurde mehrheitlich einem Antrag der SPD statt gegeben, wonach die Verwaltung aufgefordert wird, einen Baubeginn auf einer nicht genau definierten Fläche, auf der nach aktuellem Sachstand auch der Bau der geplanten Sporthalle für die Grundschule „Am Westerminnerweg“ erfolgen soll (hinter dem Jorker Schützenheim) bis April 2012 zu prüfen. Außerdem beinhaltet der SPD-Antrag einen vorläufigen Verzicht auf den geplanten Außensportplatz. Nach Ansicht des BVJ hat die SPD mit diesem Vorschlag ihre eigene Forderung nach einem gemeinsames Festhalten an der "großen Lösung" für die Grundschule und den Jorker Breitensport selbst demontiert.
„Aus Sicht des BÜRGERVEREIN JORK ist es absolut unerklärlich, warum die vorgelegten Pläne des TuS Jork nicht realisiert werden sollten. Die Bedenken, die von SPD, CDU und den Grünen angebracht wurden, sind nicht nachvollziehbar und wurden hinreichend entkräftet“, betont Ausschussmitglied Gerd Hubert vom BVJ.
Auch eine mögliche Kooperation mit den benachbarten Kindergärten werde mit dieser Entscheidung zu nichte gemacht, so Partho Banerjea, stellvertretender Fraktionsvorsitsender des BVJ.
Von Seiten der Fraktionen von SPD, CDU und Grünen gab es unter anderem Bedenken wegen der Baustellenzufahrt während der Bauphase und möglichen künftigen Bauprojekten für den Ausbau des Schulgebäudes.
Der Vorstand des TuS Jork sowie zahlreiche anwesende Mitglieder und Übungsleiter des Jorker Sportvereins bedauerten die Entscheidung gegen einen Bau hinter der Sporthalle der Oberschule und betonten erneut die misslichen Zustände, unter denen vor allem die jungen und älteren Teilnehmer des Gesundheitssports, die Tanzgruppen und die Judoka ihren Sport ausüben müssten. Außerdem werde, so Rainer Gaffron, das Spendenaufkommen - mit Blick auf die steigenden Hypothekenzinsen - erneut vergeudet.
Einer Realisierung des Baus einer Gymnastikhalle bis zum April 2012 auf einer von der SPD vorgeschlagenen Fläche sehen der BÜRGERVEREIN JORK wie auch der TUS Jork sehr skeptisch entgegen. Auch an einen zeitnahen Baubeginn der Sporthalle für die GS "Am Westerminnerweg" zweifelt der BVJ. Noch stehen zu viele Unwägbarkeiten im Raum, die auch nach langjährigen Planung bislang nicht verbindlich gelöst werden können: Grundstückserwerb und die damit verbundenen Kosten, Erschließung, Hallenbau, Sportplatz, Lichtgutachten, Lärmschutzwall etc..
Sicher ist: Der BÜRGERVEREIN JORK wird die Pläne des TuS Jork weiterhin unterstützen!
Wahl-Team
BÜRGERMEISTERKANDIDAT und FRAKTION-BVJ
Glosse zur Ausschusssitzung:
Als passiver Zuschauer im Ausschuss hatte man das Gefühl, hier geht es nicht mehr um den Bürger und um den TuS Jork, sondern um reine parteipolitische Ränkelspiele. Es liegt seitens des BVJ und des TuS Jork ein Realisierungsvorschlag auf den Tisch, der zeitnah umsetzbar ist und der die Option erhält, die Nutzung auch für den KiGa und die Schule ortsnah zu ermöglichen. Doch es kommt ein Gegenantrag der SPD, der defenitiv einen Baustart an einem entfernten Ort in weite Ferne verschiebt. Aus rein wahltaktischen Gründen wird diese "Nebelkerze" (Namensgebung von Partho Banerjea) mit der Mehrheit von SPD und CDU gezündet und suggeriert, auch dort könne ein Baustart in April 2012 erfolgen!
(Dies hat sogar der Bürgermeister in der Ratssitzung am Donnerstag als nicht realisierbar benannt!)
Was ist der Hintergrund?
Weil SPD und CDU langsam festgestellt haben, dass die mit heißer Nadel gestrickte große Lösung - Sporthalle und Sportplatz östlich vom Jorker Felde - zum Rohrkrepierer wird und die Wahl vor der Tür steht, darf das mögliche Desaster möglichst nicht vor der Wahl publik werden. (Es gibt bei diesem Projekt viele ungeklärte Unwägbarkeiten: Probleme mit Grundstücksankäufen, der Finanzierung, Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, Lichtgutachten, Wallgutachten etc.)
Der gemeinsam unterstützte Bürgermeisterkandidat Matthias Riel ist gezwungen seine Unterstützer nun auch zu unterstützen (Wes Brot ich esse, des Lied ich sing!). Das heißt, eine Vorlage zu erstellen die in fast allen Punkten die einzig kurzfristig realisierbare Möglichkeit mit Contrapunkten überfrachtet. Der Vorsitzende des TuS Jork hat in seinen Statements aufgezeigt, dass alle Argumente entkräftet werden können. Bestes Beispiel: „Zum Schutz der Kinder sei kein Baustellenverkehr akzeptierbar.“ Mit diesem Argument muss dann wohl auch auf den geplanten Anbau zur Oberschule verzichtet werden!
Das Kernproblem: SPD und CDU haben sich mit ihrer Entscheidung zur Blockade an dem Standort für die Gymnastikhalle verrannt und wollen dies bis zur Wahl nicht gerne erkennen lassen.
Leidtragender dieser Geschichte ist der Vorstand des TuS-Jork, dem die Zinsen davon laufen (je später der Baustart desto teurer wird das Objekt) und die Mitglieder im Nacken sitzen! Die vielen im Ausschuss anwesenden TuS-Mitglieder haben hier par exellance eine Übungstunde in Lokalpolitik miterlebt, wie Sie „bürgerfremder“ nicht sein kann.
Fazit:
Die Mehrheiten im Jorker Rat sind wie sie sind! Das ist Grundlage unserer Demokrtatie und muss akzeptiert werden.
Das Gute für die Bürger und die vielen Mitglieder des Jorker Sportvereins: Sie sind nicht in Stein gemeißelt und können noch in diesem Jahr verändert werden!
Quelle: Wahl-Team